E-ditorial

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Ehrlich gesagt . . . !

Umweltfreundliches Reisen gibt es nicht! Wir dürfen uns nichts vormachen. Schnelle Ortsveränderungen mit technischen Hilfsmitteln – also nichts anderes als das Verreisen der Menschen in den letzten 100 Jahren – sind und werden immer eine Last für unsere Umwelt bedeuten. Selbst wenn bald Fahrzeuge ihre erneuerbaren Energien selbst erzeugen, und die Bestandteile der Fahrzeuge fast nur aus recycelten Materiealien bestehen, wird allein jede Produktion eine Last erzeugen. Umweltfreundlich wäre der komplette Verzicht auf Fortbewegungshilfsmittel und das Verweilen am Ort. Ortsveränderungen dürften sich nur zwecks Nahrungsmittelerwerb und weiteren existentiellen Notwendigkeiten, um sich und der eigenen Spezies den Fortbestand zu sichern, ereignen.

So sind wir Menschen aber nicht. Vielmehr sind wir überwiegend egoistisch, nächsten-ethisch und glücklicherweise auch etwas intelligent. Eigene und die Bedürfnisse der Nächsten werden denen der Spezies untergeordnet, aber Folgen eigenen Handelns teileweise erkannt. Angesichts der zweifelsfrei menschengemachten Bedrohung durch den Klimawandel bleibt uns gar nichts anderes übrig, als nach Kompromissen zu suchen. Unsere Reisen werden weniger oft, langsamer und viel weniger umweltbelastend sein müssen. Eine Schlüsselrolle spielen die technischen Innovationen. Fahrzeugantriebsenergien dürfen nicht fossilen Ursprungs sein. Es müssen Energien sein, die erneuerbar sind. Die Freude am Reisen werden wir uns kaum nehmen lassen. Dank unserer Intelligenz können wir die Last auf unseren Planeten spürbar reduzieren. Was für eine reizvolle Vorstellung: Um die Welt im eigenen Mobil ohne einen Tropfen Öl.